Rückblick: DKM 2025 – zwischen Tradition und Stillstand

Die DKM in Dortmund gilt seit Jahren als Leitmesse für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Doch der bewährten Traditionen der persönlichen Beziehungswelten stellt sich inzwischen die Frage, ob das mittlerweile stark auf die Betriebswirtschaft ausgerichtete Konzept noch zielführend ist.

In diesem Jahr zeigte sich einmal mehr: Die Messe bietet nach wie vor viele Gelegenheiten zum persönlichen Austausch – man trifft alte Bekannte, Brancheninsider und kann wertvolle Gespräche führen. Doch echte inhaltliche Innovationen, insbesondere von Seiten der Versicherer, haben wir nicht entdecken können. 

Wer als Vermittler die DKM besucht, kann vor allem im Bereich Softwarelösungen, Prozessoptimierung und sonstige Dienstleistungsangebote neue Impulse finden. Für viele andere Themen wiederholen sich Inhalte und Formate jedoch zunehmend.

Netzwerk- und Austauschplattform gibt es bundesweit und online mittlerweile viele spannende Veranstaltungen und fast jeder Aussteller bietet seine Informationen ebenfalls auf Online- und Vorortveranstaltungen an.

Für uns als VSAV e. V. war der Messebesuch dennoch lohnend – weil wir ihn gezielt vorbereitet haben. Alle im Vorfeld vereinbarten Gespräche mit Partnern konnten geführt, Kontakte gepflegt und neue Interessenten für unsere Gemeinschaft gewonnen werden.

Ohne diese strukturierte Planung wäre der Aufwand jedoch kaum im Verhältnis zum Ergebnis gestanden.

Mein persönliches Fazit:

Die DKM ist ein wichtiger Branchentreffpunkt, sie hat jedoch mit ihrer Ausrichtung inhaltlich ihren Zenit nach unserer Ansicht überschritten. Wenn das Konzept weiterhin die Beziehung stärkenden Elemente reduziert und die (aus unserer Sicht hohen) Preise aufrechterhält, werden sich immer mehr Aussteller und Besucher nach dem Sinn des Engagements auf der Messe fragen.